Artikel mit Tag peinlich
Montag, 3. Juli 2006
Deutschland trifft Brasilien
Ne, nicht im WM-Finale, sondern in Hagen City. Culture Clash!
Das ganze spielte sich gestern ab, diverse Sponsoren hatten am “Fussball-freien” und verkaufsoffenen Sonntag zum Samba-Tag geladen. Ganze vier Bühnen in der Innenstand mit guter, handgemachter, brasilianischer Live-Musik und einem Samba-Umzug mit Trommlern und Samba-Tänzerinnen.
Letzterer kam uns entgegen, als die schönste Braut der Welt und ich uns nach einem Brunch im Banderas in die Fussgängerzone begaben. Wir beobachteten wie die bemitleidenswerten Künstler echt deutsch von den Hagenern aufgenommen wurden. Ganz den Schwung der tollen Musik aufnehmend, hielten sie jeweils prompt in jeglicher Bewegung inne und gafften zur Salzsäule erstarrt die Truppe an. Gut, zugegeben nicht jeder. Einige würdigten der unerwarteten Belästigung einen angewiederten Blick und gingen ihres Weges oder ignorierten das Geschehen ganz. Lediglich die Damen von der WMF-Filiale versuchten mit Trillerpfeifen, zusätzliche Stimmung zu erzeugen.
Die erste Bühne auf die wir traffen war leider gerade unbesetzt, also zogen wir weiter bis zu Rathaus-Platz. Hier war deutlich mehr los. Die Cafés waren gut besucht und vor der Bühne tummelten sich einige Leute, die durch aus interessiert der Band darauf lauschten. Leider hat den Text vermutlich kein Schwein verstanden, aber das machte nichts, die Musik war gut und hier schien alles super, wäre da nicht ...
... wäre da nicht der Oberhammer gewesen. Keine 30 Meter von der Bühne veranstaltete eine große Kaufhauskette ein Torwandschiessen. Mit eigener Musik! Da die besagte Kaufhauskette Geiz geil findet, reichte es leider nur für Uz-Uz-Ballermann-Schlager aus der Konserve. Das aber bitte möglichst laut, weil die doofen Ausländer unser gutes ‘deutsches’ Liedgut zu übertönen versuchten. Das war nicht nur einfach grotten-schlecht und absolut billig, nein, das war einfach nur peinlich! Übelst peinlich.
Thema verfehlt! Sechs! Setzen!
Das ganze spielte sich gestern ab, diverse Sponsoren hatten am “Fussball-freien” und verkaufsoffenen Sonntag zum Samba-Tag geladen. Ganze vier Bühnen in der Innenstand mit guter, handgemachter, brasilianischer Live-Musik und einem Samba-Umzug mit Trommlern und Samba-Tänzerinnen.
Letzterer kam uns entgegen, als die schönste Braut der Welt und ich uns nach einem Brunch im Banderas in die Fussgängerzone begaben. Wir beobachteten wie die bemitleidenswerten Künstler echt deutsch von den Hagenern aufgenommen wurden. Ganz den Schwung der tollen Musik aufnehmend, hielten sie jeweils prompt in jeglicher Bewegung inne und gafften zur Salzsäule erstarrt die Truppe an. Gut, zugegeben nicht jeder. Einige würdigten der unerwarteten Belästigung einen angewiederten Blick und gingen ihres Weges oder ignorierten das Geschehen ganz. Lediglich die Damen von der WMF-Filiale versuchten mit Trillerpfeifen, zusätzliche Stimmung zu erzeugen.
Die erste Bühne auf die wir traffen war leider gerade unbesetzt, also zogen wir weiter bis zu Rathaus-Platz. Hier war deutlich mehr los. Die Cafés waren gut besucht und vor der Bühne tummelten sich einige Leute, die durch aus interessiert der Band darauf lauschten. Leider hat den Text vermutlich kein Schwein verstanden, aber das machte nichts, die Musik war gut und hier schien alles super, wäre da nicht ...
... wäre da nicht der Oberhammer gewesen. Keine 30 Meter von der Bühne veranstaltete eine große Kaufhauskette ein Torwandschiessen. Mit eigener Musik! Da die besagte Kaufhauskette Geiz geil findet, reichte es leider nur für Uz-Uz-Ballermann-Schlager aus der Konserve. Das aber bitte möglichst laut, weil die doofen Ausländer unser gutes ‘deutsches’ Liedgut zu übertönen versuchten. Das war nicht nur einfach grotten-schlecht und absolut billig, nein, das war einfach nur peinlich! Übelst peinlich.
Ufta! Ufta! Aaaaazuuuuurooooooooooooo! Uz, uz.
Thema verfehlt! Sechs! Setzen!
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