Schon vor einiger Zeit hatte ich bei
Frank Westphal über Machine Tags gelesen. Geniales Konzept? Jain. Genial schon, aber eigentlich alles alte Bekannte. Worum geht es?
In Kürze: Normale Tags sind vollkommen ungeordnete Schlagwörter die entweder “vorhanden” oder “zugeordnet” sind oder nicht. Machine Tags haben auch einen Wert und sogar noch einen Namensraum:
<namespace>:<key>=<value>
Also zum Beispiel:
lang:name=java
lang:ver=1.5
Erinnert natürlich stark an XML oder? Oder auch an Properties-Dateien mit Prefixen, wie sie mein Chef gerne verwendet. (Prefixe beispielsweise für Staging, siehe auch
Java Magazine 3/07.)
Sie heißen Machine Tags, weil man davon ausgegangen ist, dass sie hauptsächlich von Maschinen benutzt werden würden. Wie Westphals Artikel aber zeigt, ist dies absolut nicht der Fall und sie eröffnen eine ganz neue Dimension des Taggings.
Wie bin ich darauf gekommen diesen Artikel heute wieder auszugraben? Ich habe via iTunes Musik gehört, bewertet, kategorisiert und mich zum wiederholten Mal darüber geärgert, dass man hier nicht vernünftig taggen kann. Ich hatte mir vor einiger Zeit deshalb schon mal ein Tagging-System überlegt, welches ich den Jungs von
Songbird vorgeschlagen habe, aber leider in den Wirren ihres
beschi... bescheidenen Forums unterging. Und wenn ich drüber nachdenke ist es fast das gleiche.
Was ich würde gerne Tags wie folgend zu vergeben können:
dance:jive=4
dance:foxtrott=5
rating:jens=4
rating:nils=3
rating:jörg=5
rating:anna=4
rating:average=4
occasion:party=5
occasion:cocktails=4
occasion:work=1
...
Man sieht es: Kategorisierte Tags mit Gewichtung. (Hier mit dem praktikablen 1-5 Sterne Prinzip)
Vielleicht sogar:
occasion:party:jens=5
occasion:party:nils=4
occasion:party:joerg=5
...
Dann noch entsprechende Filtrierungen in “intelligenten Wiedergabelisten” und Ad-hoc.
Sahnehäubchen: Das ganze als p2p-social-tagging-community ...